LANDSEER


VLD LANDSEER

Landseer - Geschichtliches


 

Die kanadische Provinz Neufundland ist das Ursprungsland des Landseers. Die historische Verwendung der Landseer dort
war vielseitig und nachdem diese Hunde auch bei härtesten Witterungsbedingungen treu ihren Dienst leisteten, wurden sie
zu bedeutenden Helfern der Menschen zu jeder Jahreszeit. Sie unterstützten z.B. die Fischer beim Einholen der Netze und
Boote oder halfen Holzfällern beim Transport und trugen so in der damaligen Zeit sehr zur Entwicklung des Küstenlandes bei.

 

Durch ihr eindrucksvolles weiß-schwarzes Erscheinungsbild wurden im 18. Jahrhundert französische und englische Seefahrer
auf diese Hunde aufmerksam und nahmen sie mit nach Europa. Wie auch den bekannt gewordenen Paul Pry, der seinem
Herrn bei einem Schiffbruch das Leben rettete und später am Londoner Hafen lebte. Der Maler Sir Edwin Landseer (1802 - 1873)
verewigte ihn als „Ein ehrenwertes Mitglied der menschlichen Gesellschaft“ 1831 auf einem Gemälde. Ihm verdanken wir die
berühmtesten Bilder dieser Rasse und er wurde dadurch nicht nur Namensgeber der Landseer, sondern setzte sich und den
Hunden ein ewiges Denkmal

 

Der bekannte britische Dichter Lord Byron verfasste 1808 eine "Liebeserklärung" an den Landseer. In einem seiner Gedichte
heißt es:

 

„Von Einem, welcher Schönheit besaß,
ohne Eitelkeit, 
Stärke ohne Übermut,

Mut ohne Wildheit und alle Tugenden des Menschen,

ohne seine Laster.“

 

In Deutschland erwähnten schon 1791 naturkundliche Handbücher die Existenz großer Neufundlandhunde, die in ihrer weißen
Erscheinung schwarze Platten trugen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wandte sich das Interesse mehr und mehr den schwarzen
Neufundländern zu, so dass die Zucht des Landseers abnahm und zum Teil in der Neufundländerzucht aufging. Erst mit Beginn
des 20. Jahrhunderts besannen sich einige Züchter dieser alten Rasse und begannen mit langsam steigendem Erfolg aus noch
vorhandenen Landseern und unter Verwendung von Landseerblut tragenden Neufundländern den heutigen Landseer
herauszuzüchten.

 

In Deutschland wurde 1903 mit der planmäßigen Landseerzucht im damaligen "Neufundländer Club für den Kontinent" und
späteren "Deutschen Neufundländer-Klub" auf der Basis der FCI-Neufundländer-Standards begonnen, der 1952 ein eigenes
Zuchtbuch für Landseer eröffnete. Auf betreiben des Schweizerischen und des Deutschen Neufundländer Klubs beschloß die
FCI 1959, den Landseer als eigenständige Rasse anzuerkennen und gab 1960 den Standard Nr. 226 heraus. Aber erst Mitte
der 1970er Jahre begann der „Aufstieg“ der Landseer und bis heute ist die Anzahl der Landseer in Deutschland auf einige
tausend Tiere angestiegen.